Buch-Tipps
Hier findet man eine gemischte Auswahl von Büchern, die man im Laufe des Bioinformatik-Studiums gebrauchen kann. Mit fast allen hier aufgeführten Büchern habe ich persönliche Erfahrungen gemacht und werde diese hier auch kurz darlegen. Wenn ich ein Buch aufführe, ohne es je selbst in den Händen gehalten zu haben, dann merke ich auch das kurz an.
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Molekularbiologie
Die englische Version “des Alberts”. Wird in der MolBio-Veranstaltung als *das* Buch zur Molekularbiologie angegeben. Meine Meinung: Es ist gut geschrieben und hat recht schöne Abbildungen. Um es damit durch die MolBio-Veranstaltungen zu schaffen, ist es fast immer mehr als ausreichend. Nur selten trifft man auf sehr spezielle Themen, die nicht abgehandelt werden. Hier scheinen andere MolBio-Bücher (z.B. Lodish) manchmal mehr ins (biochemische) Detail zu gehen.
Die deutsche Version des Alberts. In diese Version (und noch dazu eine ältere Auflage) hab ich nur einen kurzen Blick in der Bibliothek geworfen. Das wenige, was ich gesehen habe, hat mir allerdings nicht gefallen. Da man im späteren Leben als Bioinformatiker ohne Englisch ohnehin nicht mehr auskommen wird, kann es nicht schaden, schon früh damit anzufangen, die Literatur auch in der wissenschaftlichen Standardsprache zu lesen. Ganz davon abgesehen, dass die englische Version bei gleichem Inhalt deutlich günstiger ist.
Das hier ist der “kleine Alberts”, mit dem ich persönlich noch nie Erfahrungen gemacht habe. Ich könnte mir vorstellen, dass auch er schon genug Umfang bietet, um es damit durch die MolBio-Veranstaltungen zu schaffen. Wenn man sich allerdings den Preis anschaut, sehe ich keinen Grund, warum man nicht den großen, englischen Alberts vorziehen sollte.
Der Lodish ist die einzige echte Alternative zum Alberts, die ich kenne, wenn es um Bücher zur Molekularbiologie geht. Mir gefällt der Schreibstil teilweise etwas weniger gut als beim Alberts, dafür sind die Abbildungen meistens deutlich hübscher. Das ganze Buch wirkt moderner und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Auch habe ich den Eindruck, dass Lodish etwas mehr in die biochemische Tiefe gewisser Aspekte eintaucht. Ein echtes Biochemie-Buch kann er aber natürlich nicht ersetzen.
Biochemie
Der Lehninger ist das Biochemie-Buch, dank dem ich es durch all die fiesen Biochemie-Semester geschafft habe. Das Buch ist gut geschrieben und hat eine Menge schöner und moderner Abbildungen. Oft werden Aufbau und Abbildungen dieses Buches hergenommen, um Strukturen und Folien einer Vorlesungen zu konzipieren. Gerade wenn eine Vorlesung direkt auf diesem Buch basiert, hilft es natürlich sehr.
Der Stryer dürfte das zweite große Standardwerk der Biochemie sein, das zumindest in Deutschland auch häufig empfohlen wird. Ich weiß, dass den Bioinformatik-Studenten in Frankfurt am Main dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt wird (während es bei uns ja eher der Lehninger ist). Eigene Erfahrungen mit diesem Werk habe ich fast keine. Ich habe in der Bibliothek lediglich mal in einer ältere Auflage reingeschaut. Die konnte natürlich mit dem aktuellen Lehninger nicht mithalten. Trotzdem weiß ich, dass viele den Stryer besser finden als den Lehninger. Ein Vergleich sollte also jeder für sich mal machen.
Informatik und Programmieren
Dieses Buch führt gut durch alle Konzeptions- und Implementierungsphasen einer mittelgroßen Datenbankanwendung. Für die Datenbanken-Vorlesung ist es auf jeden Fall mehr als ausreichend. Es ist zwar nicht unbedingt hübsch aufgemacht, aber wenigstens recht gut zu lesen.
Solide gemachtes und sehr informatives Büchlein für den fortgeschrittenen Python-Einsteiger. Auch später als Referenz noch gut zu gebrauchen.




